Ratgeber

Schluss mit Gebühren vom Umsatz: Was Lieferportale Ihren Betrieb wirklich kosten – und welche Alternative es gibt

Team Codvin
Pizzakarton und Kassenbon auf der Theke einer Pizzeria, dahinter ein Laptop mit eigener Online-Bestellseite

Jede Bestellung über ein Lieferportal kostet Sie einen Teil Ihres Umsatzes. Je nach Portal und Vertrag ist das schnell ein Viertel oder mehr. Bei Pizza, Döner oder Burgern mit knapper Kalkulation bleibt danach wenig Marge übrig.

Wir rechnen an einem Beispiel nach, was die Provision im Jahr ausmacht, welche Kosten zusätzlich entstehen und was Sie für ein eigenes Bestellsystem ohne Provision brauchen.

Wie viel kostet die Provision wirklich?

Lieferportale berechnen in der Regel einen Prozentsatz vom Bestellwert. Wie hoch er ist, hängt vom Portal, vom Vertrag und davon ab, ob das Portal auch die Auslieferung übernimmt. Für unser Beispiel nehmen wir 25 bis 30 % an.

Angenommen, Ihr Betrieb macht 3.000 € Umsatz pro Monat über ein Portal. Alle Zahlen sind Beispielwerte. Sie ersetzen keine Kalkulation mit Ihren eigenen Verträgen und Abrechnungen.

BeispielrechnungLieferportal (25 %)Lieferportal (30 %)Eigenes Bestellsystem
Umsatz pro Monat3.000 €3.000 €3.000 €
Kosten pro Monat750 €900 €feste Monatsgebühr
Kosten pro Jahr9.000 €10.800 €12 × Monatsgebühr
KostenmodellProzent vom UmsatzProzent vom Umsatzunabhängig vom Umsatz
Beispielwerte. Die Monatsgebühr bei Codvin richtet sich nach Ihrem Bedarf und wird im Gespräch festgelegt. Beim eigenen Bestellsystem kommen eine einmalige Einrichtung nach Umfang und die Gebühren Ihres Zahlungsanbieters hinzu.

Der wichtigste Unterschied liegt im Kostenmodell. Die Provision wächst mit jeder Bestellung mit. Steigt Ihr Umsatz über das Portal auf 6.000 € im Monat, verdoppeln sich auch die Gebühren.

Eine feste Monatsgebühr bleibt gleich, egal ob Sie 100 oder 1.000 Bestellungen im Monat bekommen. Jeder zusätzliche Euro Umsatz über Ihre eigene Seite bleibt damit in Ihrem Betrieb, abzüglich der üblichen Zahlungsgebühren.

Für einen fairen Vergleich gehört auch dazu: Übernimmt das Portal die Auslieferung, sparen Sie eigene Fahrer. Liefern Sie ohnehin selbst, zahlen Sie die Provision vor allem für die Vermittlung der Bestellung. Prüfen Sie daher, welche Leistung Sie für Ihren Prozentsatz tatsächlich bekommen.

Rechnen Sie das Beispiel mit Ihren eigenen Zahlen nach: Nehmen Sie die letzte Monatsabrechnung Ihres Portals, addieren Sie Provision und alle Zusatzgebühren und multiplizieren Sie das Ergebnis mit zwölf. So sehen Sie, was Sie die Plattform pro Jahr kostet.

Rechnen Sie mit Ihren Zahlen

Bestellungen pro Monat, durchschnittlichen Bestellwert und Provisionssatz einstellen: Der Rechner zeigt, was Sie die Provision im Monat und im Jahr kostet.

EUR
Monatliche Provision an das Lieferportal 683 EUR
Jährliche Ersparnis mit Codvin 8.196 EUR

Beispielrechnung. Die tatsächliche Provision hängt von Portal und Vertrag ab.

Weitere versteckte Kosten

Die Provision steht auf der Abrechnung. Andere Kosten sieht man dort nicht, sie wirken sich aber langfristig genauso auf Ihren Betrieb aus. Dazu kommen je nach Portal und Vertrag Gebühren für Online-Zahlungen, bessere Platzierungen oder Hardware.

Kein Zugriff auf Kundendaten

Wer über ein Portal bestellt, ist zuerst Kunde des Portals. Sie sehen oft nur die Lieferadresse für die eine Bestellung. Einen Newsletter, eine Aktion für Stammgäste oder eine Nachricht bei neuen Gerichten können Sie so kaum aufbauen.

Abhängigkeit von der Plattform

Das Portal bestimmt die Regeln: Provision, Platzierung in der Liste, Vertragsbedingungen. Ändert sich daran etwas, haben Sie wenig Spielraum. Wenn ein großer Teil Ihrer Bestellungen über eine einzige Plattform läuft, tragen Sie dieses Risiko komplett.

Fremde Marke statt Ihrer eigenen

Im Portal steht Ihr Restaurant direkt neben dem Wettbewerb. Kunden merken sich oft die App, nicht Ihren Namen. Beim nächsten Hunger wird wieder dort gesucht, und das nächste Angebot ist nur einen Klick entfernt.

Keine eigene Kundenbindung

Ein Bonusprogramm, eigene Aktionen oder ein Dankeschön für die zehnte Bestellung lassen sich im Portal nicht nach Ihren Vorstellungen umsetzen. Genau diese Stammkunden bringen aber den verlässlichen Umsatz.

Eigenes Bestellsystem: Was Sie brauchen

Ein eigenes Online-Bestellsystem für Ihr Restaurant muss im Alltag funktionieren, nicht nur gut aussehen. Diese Punkte sollten Sie vor dem Start klären:

  • Liefergebiete: Zonen nach Postleitzahl oder Entfernung, jeweils mit eigenem Mindestbestellwert und eigener Liefergebühr.
  • Zahlungsarten: Online-Zahlung wie PayPal oder Karte und Barzahlung bei Lieferung oder Abholung.
  • Allergene und Zusatzstoffe: Kennzeichnung direkt am Produkt, damit Ihre Gäste vor der Bestellung informiert sind (mehr dazu: Allergene bei Online-Bestellungen kennzeichnen).
  • Datenschutz (DSGVO): Hosting, Datenschutzerklärung, Cookie-Einwilligung und ein sauberer Umgang mit Kundendaten.
  • Anbindung an die Kasse: Bestellungen sollten direkt in Ihrer Kassen- oder Bestellsoftware ankommen, zum Beispiel in WinOrder, ohne Abtippen.
  • Produktkonfigurator: Größen, Extras und Varianten, etwa Pizza halb und halb oder Döner mit Wunschsoße.
  • Vorbestellung: Gäste wählen eine Wunschzeit für Lieferung oder Abholung, auch außerhalb der Öffnungszeiten.
  • Mobile Bedienung: Die meisten Gäste bestellen am Smartphone. Speisekarte, Warenkorb und Checkout müssen dort schnell und ohne Umwege funktionieren.

Fehlt einer dieser Punkte, merken Sie das meist erst im laufenden Betrieb: am Telefon, in der Küche oder bei der Abrechnung.

Wie Codvin funktioniert

Codvin ist ein Online-Bestellsystem für Restaurants und Lieferdienste auf Basis von WordPress und WooCommerce. Ihre Bestellseite läuft unter Ihrer eigenen Domain und in Ihrem Design. Statt Provision vom Umsatz zahlen Sie eine feste Monatsgebühr, die sich nach Ihrem Bedarf richtet. Ihre Gäste bestellen direkt bei Ihnen, Kundendaten und Bestellhistorie bleiben in Ihrem System.

Der Ablauf bis zum Start:

  1. Erstgespräch und Demo: Wir besprechen Ihre Speisekarte, Liefergebiete und Abläufe.
  2. Einrichtung: Wir legen Produkte, Extras, Zonen und Zahlungsarten an und verbinden das System auf Wunsch mit WinOrder.
  3. Test und Start: Sie prüfen alles mit Testbestellungen, danach geht die Seite online.

Vom Erstgespräch bis zum Start vergehen in der Regel 3 bis 5 Werktage, je nach Umfang Ihrer Speisekarte. Preise, Produkte und Öffnungszeiten pflegen Sie danach selbst im Backend.

Trinkgeld im Checkout und ein Treueprogramm lassen sich jederzeit ergänzen. Wenn Sie kein Kassensystem nutzen, empfangen Sie neue Bestellungen per Push-Nachricht in der Codvin-App für iOS. Wie das in der Praxis aussieht, zeigen zum Beispiel pizzawerk-hoya.de und pizza-club-vechta.de.

Ehrlich gesagt: Ein eigenes Bestellsystem ersetzt nicht über Nacht die Reichweite eines Portals. Viele Betriebe nutzen beides parallel und lenken Stammkunden Schritt für Schritt auf die eigene Seite, etwa mit einem Flyer in der Tüte, einem QR-Code an der Theke und dem Link im Google-Unternehmensprofil. Mehr Ideen dazu finden Sie in unserem Beitrag Stammkunden auf die eigene Bestellseite holen.

Häufige Fragen

Bei Codvin zahlen Sie statt einer Provision vom Umsatz eine feste Monatsgebühr. Wie hoch sie ist, hängt vom Umfang ab, etwa von Speisekarte, Funktionen und Kassenanbindung. Hinzu kommen eine einmalige Einrichtung nach Umfang und die Gebühren Ihres Zahlungsanbieters für Online-Zahlungen. Ein konkretes Angebot erhalten Sie im Erstgespräch.

Ja. Viele Betriebe behalten das Portal für Neukunden und bieten Stammkunden zusätzlich die Bestellung über die eigene Website an. So verlagern Sie Bestellungen schrittweise, ohne Umsatz zu riskieren.

Nein. Die Einrichtung übernehmen wir. Im Alltag ändern Sie Preise, Produkte oder Öffnungszeiten selbst im Backend, ähnlich einfach wie in einem Formular.

Codvin wird für einen datenschutzkonformen Betrieb in Deutschland eingerichtet, inklusive Cookie-Einwilligung. Impressum und Datenschutzerklärung sollten Sie zusätzlich rechtlich prüfen lassen, da sie zu Ihrem Betrieb passen müssen.

In der Regel 3 bis 5 Werktage ab dem Erstgespräch. Wie schnell es geht, hängt vor allem vom Umfang Ihrer Speisekarte und der gewünschten Kassenanbindung ab.

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Sehen Sie sich an, wie eine Bestellung bei Codvin abläuft, und rechnen Sie mit uns Ihre eigenen Zahlen durch. Das Gespräch ist unverbindlich.