Stammkunden auf die eigene Bestellseite holen: 8 Wege, die im Alltag funktionieren

Eine eigene Bestellseite bringt Ihnen nur dann etwas, wenn Ihre Gäste sie auch nutzen. Der beste Startpunkt sind Ihre Stammkunden. Sie kennen Ihre Küche, bestellen regelmäßig und brauchen vor allem einen einfachen Weg zu Ihnen.
Ziel ist nicht, Lieferportale von heute auf morgen abzuschalten. Ziel ist, Stammkunden Schritt für Schritt auf die eigene Seite zu holen. Die folgenden acht Wege lassen sich ohne großes Budget umsetzen.
Warum gerade Stammkunden?
Neue Gäste finden Sie weiterhin auch über Portale. Stammkunden dagegen bestellen ohnehin bei Ihnen, nur über einen Umweg. Jede dieser Bestellungen, die direkt über Ihre Seite läuft, kostet Sie keine Provision vom Umsatz.
Wie viel das im Jahr ausmachen kann, zeigt unser Beitrag Was Lieferportale Ihren Betrieb wirklich kosten. Bei Stammkunden lohnt sich der Wechsel am schnellsten, weil sie immer wiederkommen.
1. Ein Flyer in jeder Lieferung
Jede Bestellung, die über ein Portal kommt, geht durch Ihre Küche. Legen Sie jeder Lieferung einen kleinen Flyer bei: mit Ihrer Webadresse, einem QR-Code und einem klaren Satz, warum sich die direkte Bestellung lohnt.
Gute Gründe sind zum Beispiel Treuepunkte, die es nur auf Ihrer Seite gibt, oder die Vorbestellung zur Wunschzeit. Prüfen Sie vorher, ob Ihr Portalvertrag Vorgaben zu Werbematerial in Lieferungen enthält.
2. QR-Codes an Theke, Tisch und Karton
Ein QR-Code an der Theke, auf Tischaufstellern und als Aufkleber auf dem Pizzakarton erreicht Gäste genau dann, wenn sie an Ihr Essen denken. Der Code sollte direkt zur Speisekarte führen, nicht zur Startseite.
Testen Sie jeden Code mit mehreren Smartphones, bevor Sie ihn drucken lassen. Ein Code, der ins Leere führt, kostet mehr Vertrauen als gar keiner.
3. Das Google-Unternehmensprofil pflegen
Viele Gäste suchen Ihren Namen direkt bei Google. Hinterlegen Sie im Unternehmensprofil Ihre eigene Website und, falls die Option angeboten wird, den Link zur Online-Bestellung.
Halten Sie Öffnungszeiten, Fotos und Speisekarte aktuell und antworten Sie auf Bewertungen. Ein gepflegtes Profil ist oft der erste Eindruck, den Gäste von Ihnen bekommen.
4. Social Media und Website verknüpfen
Ob Instagram, Facebook oder WhatsApp-Status: Jeder Kanal sollte auf dieselbe Bestellseite verlinken. Setzen Sie den Link in die Profilbeschreibung und nutzen Sie, wo es geht, einen Button wie „Jetzt bestellen“.
Wenn Sie ein neues Gericht oder eine Aktion zeigen, verlinken Sie direkt dorthin. Je weniger Klicks bis zur Bestellung, desto besser.
5. Ein Treueprogramm nur für die eigene Seite
Gäste brauchen einen Grund, den gewohnten Weg zu ändern. Ein Treueprogramm, das nur bei der direkten Bestellung gilt, ist so ein Grund: Punkte pro Bestellung und eine kleine Prämie, etwa ein Getränk oder ein Dessert.
Beschreiben Sie die Bedingungen klar und fair. Gäste sollten auf einen Blick sehen, wie sie Punkte sammeln und was sie dafür bekommen.
6. Das Team einbinden
Ihr Team spricht jeden Tag mit Gästen. Ein kurzer Satz am Telefon oder an der Theke wirkt oft mehr als jeder Flyer: „Sie können übrigens auch bequem online bei uns bestellen, unter …“
Das entlastet nebenbei das Telefon in der Stoßzeit. Bestellungen, die online kommen, müssen niemand mitschreiben.
7. Kontakt halten, aber mit Einwilligung
Ein Newsletter oder eine Nachricht bei neuen Gerichten hält Sie im Gedächtnis. Für Werbung per E-Mail brauchen Sie aber in der Regel eine ausdrückliche Einwilligung. Fragen Sie im Checkout mit einem nicht vorausgewählten Häkchen und bestätigen Sie die Anmeldung per Double-Opt-in.
Schreiben Sie lieber selten und mit echtem Anlass als jede Woche ohne Grund. Eine Abmeldung muss jederzeit einfach möglich sein.
8. Die Bestellung so einfach wie möglich machen
Die beste Werbung hilft wenig, wenn die Bestellseite umständlich ist. Prüfen Sie Ihre Seite regelmäßig am Smartphone:
- Ist die Speisekarte schnell geladen und gut lesbar?
- Kann man ohne Kundenkonto bestellen?
- Sind die gewohnten Zahlungsarten verfügbar?
- Lässt sich eine Wunschzeit für Lieferung oder Abholung wählen?
Den Erfolg messen
Schauen Sie jeden Monat, wie viele Bestellungen direkt über Ihre Seite kommen und wie viele über Portale. So sehen Sie, ob sich der Anteil in die richtige Richtung bewegt.
Verwenden Sie für Flyer, Theke und Karton unterschiedliche QR-Codes. Dann erkennen Sie, welcher Weg bei Ihren Gästen am besten funktioniert, und können gezielt nachlegen.
Häufige Fragen
Darf ich Portal-Bestellungen einen Flyer für meine eigene Bestellseite beilegen?
Das hängt von Ihrem Vertrag mit dem Portal ab. Prüfen Sie die Bedingungen, bevor Sie Werbematerial beilegen. Flyer an der Theke, im Lokal und bei Telefonbestellungen können Sie unabhängig davon einsetzen.
Wie schnell wechseln Stammkunden auf die eigene Bestellseite?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Es hängt davon ab, wie oft Ihre Gäste bestellen, wie sichtbar Sie die eigene Seite machen und wie einfach die Bestellung dort ist. Planen Sie mit einigen Monaten und messen Sie den Anteil der Direktbestellungen.
Brauche ich für einen Newsletter an meine Kunden eine Einwilligung?
Für Werbung per E-Mail brauchen Sie in der Regel eine ausdrückliche Einwilligung, am besten per Double-Opt-in. Die Abmeldung muss jederzeit einfach möglich sein.
Lohnt sich ein Treueprogramm für eine kleine Pizzeria?
Ein Treueprogramm gibt Stammkunden einen konkreten Grund, direkt bei Ihnen zu bestellen. Wichtig sind einfache Regeln und eine Prämie, die zu Ihrem Angebot passt, zum Beispiel ein Getränk oder ein Dessert.
Bestellseite testen
Sehen Sie sich an, wie eine Bestellung mit Codvin abläuft, und sprechen Sie mit uns über Ihren Betrieb.
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